Sisu - Älter als die Erde | Isabel Kritzer

Meine Lieben,
heute habe ich eine Rezension zu „Sisu - Älter als die Erde“ von Isabel Kritzer für euch. Wie es mir gefallen hat, könnt ihr hier erfahren.

Informationen zu dem Buch:

Preis: 14,90 Euro
Format: Print, eBook
Seitenanzahl: 350 Seiten
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Genre: Jugendliteratur, Jugendfantasy
Verlag: Drachenmond Verlag

Um was geht es in dem Buch? 

Für Iva scheint ihr Leben absolut normal. Sie hat Ups und Downs. Ihr Nagellack splittert ab, ihre Lehrer nerven - ein typisches Teenagerleben. Doch dies ist sie nicht. Eines Tages ändert sich ihr Leben vollständig. Sie ist auf der Suche nach zwei Vermissten, als sich herausstellte, dass nicht nur das hier und jetzt gibt, sondern viel mehr als sie sich zuvor zu träumen vermochte. Es gibt mehr als eine Galaxy, mehr als eine Welt, mehrere Völker und ein letzter Kampf. Und Iva befindet sich mitten drin. Wie wird sie sich in der neuen, unbekannten Welt zurecht finden? Wem kann sie trauen und wem nicht? Wer waren ihre Eltern? Wer ist sie?
Wie gefällt mir das Cover?

Dieses Cover ist der absolute wahnsinn! Es ist eines der schönsten Bücher in meinem Regal. Ich liebe die Farbgebung, ich liebe die Aufmachung und die Typografie. Es ist wunderschön.

Wie lautet der erste Satz?

"Jeden Abend eine Tablette."

Was ist meine Meinung zu dem Buch?

Würdest du mir glauben, dass mehr als die Welt gibt, die wir kennen. Mehr als dein Haus, mehr als deine Stadt, dein Land, dein Kontinent... mehr als die Erde, die uns vertraut scheint. Wie würdest du reagieren, wenn ich dir sagen würde, dass es astrale Wesen gibt, Wesen die über die von uns besiedelte Welt wachen. Draußen, weit weg von uns, im All. Was würdest du sagen, wenn ich dir erzählen würde, dass das Schicksal nicht nur ein Aberglaube ist, sondern es wirklich gibt.

Iva ist ein typisches 16 Jahre altes Mädchen mit typischen Mädchenproblemen. Sie scheint ein Mensch zu sein wie jeder andere auch. Genau da ist der Knackpunkt. Sie ist kein Mensch, ihre Eltern sind keine Menschen. Sie entstammen einem uralten Volk. Als dies Iva herausfindet ist sie sichtlich erschlagen, jedoch auch neugierig mehr von diesem Volk zu erfahren. Im Laufe des Buches stellt sich immer mehr heraus, dass das komplette Universum gerettet werden muss - von ihr. Mehr möchte ich in diesem Zusammenhang noch nicht verraten.

Zunächst einmal möchte ich nochmals meine Freude über die Instagram-Blogparade zu diesem Buch kund tun. Es war für mich eine große Ehre und ein riesiges Vergnügen an dieser teilnehmen gedurft zu haben. Nichtdestotrotz ist meine Rezension ehrlich und nicht beeinflusst geschrieben.

Eins muss ich gleich loswerden. Mir hat die Mischung aus Normalität und dem Übernatürlichen und zugleich Galaktischen sehr gefallen. Die Autorin hat es geschafft diese Welten geschickt und charmant zu einem großen Ganzen zu verflechten. Auch wenn das Fremde mir persönlich etwas besser gefallen hat. Ich habe bereits öfters gehört, dass Isabel Kritzer für einige Leser zu ausfühlich schreibt - dies kann ich bestätigen, aber guten Gewissens sagen, dass genau dies mich sehr begeistert hat und es geschafft hat detailreiche Bilder in meinem Kopf zu projizieren liesen. Es fühlte sich an als wäre ich in einem Kino nur für mich alleine. Das gefiel mir wirklich sehr. 

Ein kleiner Punkt jedoch hat mich gestört. Bei den Namen der Völker und Menschen musste ich oftmals nachschlagen. Dies hat den Lesefluss etwas stocken lassen, was dem Lesevergnügen jedoch letztendlich nicht "das Genickt" gebrochen hatte.

Iva finde ich wundervoll. Sie ist lustig, neugierig und loyal. Alles Eigenschaften die ich sehr schätze. Anderseits ist sie grüblerisch, melancholisch und zweifelnd - Eigenschaften die wir alle kennen. Dadurch wurde sie für mich greifbarer und realer. 

Genau dieser melancholische und depressive Part in dem Buch war mein Thema bei der Blogparade. Hier ist ein kleiner Ausschnitt meines Texte:

"Habt ihr euch schon einmal in euren Leben richtig mies Gefühlt? Komplett leer und innerlich tot? Wie ein kleiner winziger Haarriss im Herzen, der sich weiter ausbreitet bis man zerbrochen ist? Man malt sich eine Maske auf, jeden Morgen schaut man sich im Spiegel an und schau in traurige Augen. Man lächelt- probt wie es auf andere wirkt, ob es echt wirkt. Man merkt zunehmend wie die Kälte einen einnimmt. Von innen zerfrisst. Stück für Stück - beständig. Sobald man auf andere Menschen trifft setzt man das geprobte Lächeln ein und hofft, dass niemand den Schmerz dahinter sieht. Man schafft den Tag - mit ganz viel Glück. Kommt daheim an, legt die Maske nieder und lässt den Gefühlen freien Lauf. Man weint und schreit, stundenlang... bis einem die Stimme wegbleibt. Bis man sich etwas menschlicher fühlt. Man legt sich schlafen, an manchen Tagen in weinend, an anderen Tagen leer. Keine Gefühle, keine Gedanken. Nichts als Leere. Am nächsten Morgen beginnt es von vorn und das ist das grausamste... der Kreislauf aus dem man nicht entfliehen kann. "
Der Schreibstil gefiel mir sehr. Besonders bei den düsteren Scenen hat Kritzer es geschafft auf erfrischende Weise die Geschehnisse niederzuschrieben. Beid er Schlacht waren die Worte chaotischer gewählt, dies hat aber perfekt dazu gepasst. Eine Schlacht ist nicht gerade, eine Schlacht ist verstrickt und wie eben beschrieben - chaotisch. Ob dies nun Absicht oder Zufall war kann ich leider nicht sagen. Egal wie, es passt perfekt. Ein wunderschönes Buch, von der ersten bis zur letzten Seite

Wer ist mein Lieblingscharakter?

Mein Lieblingscharakter ist diesmal nicht einfach zu bestimmen, bei so vielen Charakteren ist es auch gar nicht einfach sich auf einen festzulegen.
Gibt es einen Bookboyfriend?

Für mich diesmal nicht.

Das Buch in drei Worten:

Galaxy, Welten, Völker


Mein Fazit:

Ein Wunderwerk einer jungen Autorin, das mehr ist als es zunächst scheint und Vielschichtiger ist als es den Anschein hat.

Meine Wertung:



Zitat Eleanor und Park

" Eleanor hatte recht: Sie sah nie schön aus. Sie sah aus wie ein Kunstwerk, und Kunst musste nicht schön sein, Kunst sollte etwas in einem auslösen"

Zitat Das ist also mein Leben

" Daraus schließe ich, dass wir aus vielen Gründen so sind, wie wir sind. Und vielleicht werden wir uns über die meisten niemals klar werden. Aber selbst wenn wir keinen Einfluss darauf haben, woher wir gekommen sind, bleibt uns die Möglichkeit zu wählen, wohin wir gehen"